ÖAZtara 10/2025 - Nahrungsergänzungsmittel
Frau Ortner, 29 Jahre, betritt die Apotheke sichtlich erschöpft. Die junge Projektmanagerin wirkt angespannt. „Ich bin ständig müde, obwohl ich genug schlafe“, klagt sie. „Meine Konzentration lässt nach und meine Haut ist furchtbar trocken geworden." Sie ernährt sich seit zwei Jahren vegan und nimmt die Pille, ihre Blutung war in den letzten Monaten ungewöhnlich stark. In der Mittagspause isst sie meist nur einen Salat am Schreibtisch, abends kocht sie selten. Vor drei Wochen hat ihr der Hausarzt wegen stressbedingter Magenschmerzen einen Protonenpumpenhemmer verschrieben. „Meine Freundin schwört auf hochdosierte Vitamin-D-Präparate – sie nimmt täglich 20.000 I.E.“, erzählt Ihre Kundin. „Und im Fitnessstudio wurde mir ein teures Eisenpräparat empfohlen, weil ich beim Training so schnell außer Atem komme.“ Sie zeigt Ihnen eine Liste von Nahrungsergänzungsmitteln aus dem Internet: „Soll ich das alles nehmen? Oder gibt es einen Test, der mir zeigt, was mir wirklich fehlt?"